Montag, 31. Dezember 2012

Cody McFadyen: Der Todeskünstler (Smoky Barrett 02)


Ein halbes Jahr nachdem Special Agent Smoky Barrett den Serienmörder Jack Junior zur Strecke gebracht hat, möchte sie eigentlich Urlaub machen um die alten Sachen ihrer verstorbenen Familie zu entrümpeln. Doch sie wird unerwartet zu einem Tatort gerufen: ein junges Mädchen verlangt die gezeichnete Ermittlerin zu sehen. Und was Somky dort erwartet, verschlägt sogar ihr den Atem: eine grausam ermordete Familie, und die Adoptivtochter Sarah, die behauptet, dies hätte der "Künstler" getan. Ein grausames Monster, das immer wieder in Sarahs Leben tritt, um sie nach seinen Wünschen zu formen. Eine gnadenlose Jagd auf den Täter beginnt...

Ein Wiedersehen mit Bonnie, Smoky Barrett und ihrem Team. Den ersten Teil über die Ausnahme-Ermittlerin hatte ich ja für gut befunden, war aber nicht wirklich begeistert. Doch ich muss sagen, ich bin froh, dass ich Cody McFadyen und somit auch Smoky eine zweite Chance mit "Der Todeskünstler" gegeben habe. Denn dieses Buch hat mich nun doch restlos begeistert. In "Die Blutlinie" war mir das Team einfach ZU perfekt. Zu einem kleinen Teil sind sie das immer noch, doch die perfekte Fassade hat durch die Geschehnisse im ersten Teil Risse erhalten, und so fand ich die Protagonisten in diesem Teil um einiges besser und sympathischer.
Das Buch ist von Anfang bis Ende vollgestopft mit Spannung. Das Grauen, das hier beschrieben wurde, ist auf keinen Fall etwas für schwache Nerven. Doch die vielen Wendungen und Sarahs Geschichte ließen mich dieses Buch kaum aus der Hand legen.
Wie auch im ersten Teil haben mich die detaillierten Beschreibungen und der dennoch flüssige Schreibstil des Autors begeistert.
Das Ende hat mich überrascht. Und überzeugt. Kaum zu glauben, aber ich freue mich auf Teil 3!

Fazit: Wahnsinnig guter Thriller mit einer wirklich ausgeklügelten Handlung! Absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung: ★★★★★

Samstag, 29. Dezember 2012

Kit Whitfield: Wolfsspur


In der Welt der 28jährigen Lola May Galley herrscht eine Zweiklassengesellschaft: über 90% der Bevölkerung sind Werwölfe, der Rest sind sogenannte Non-Lykos, die sich in den Vollmondnächten nicht in Luneure verwandeln. Diese Menschen haben in den Augen der zahlreicheren Lykos eine Behinderung und werden als Glatthäute beschimpft. Alle Nons müssen in der ASÜLA-Behörder arbeiten, dem Amt für die Überwachung der Leuneur-Aktivitäten.
Anwältin Lola wird der Fall Richard Ellaway anvertraut: er hat Lolas Kollegen Johnny beim Vollmonddienst eine Hand abgebissen, und nur Wochen später wurde Johnny hinterrücks erschossen. Lola will das Verbrechen auf jeden Fall aufklären...

Kit Whitfields Schreibstil ist sehr flüssig und flott zu lesen. Und die Idee der 2-Klassen-Gesellschaft aus Werwölfen und "normalen" Menschen hat mir sehr gefallen. Das ganze Buch lässt sich in wirklich kurzer Zeit lesen, trotz der gut 600 Seiten. Kurze, spannende Kapitel fördern den Lesefluss noch.
Zur Hauptprotagonistin Lola habe ich zwiespältige Gefühle. Sie hat es als Glatthaut von Kindesbeinen an schwer, doch manchmal verbeisst sie sich einfach in ihre Sturheit und verletzten Gefühle, dass kein vernünftiges Reden mit ihr möglich ist. Einige der Nebendarsteller (Paul, Bride) waren mir jedoch sofort sympathisch.
Was mir eher negativ aufgefallen ist, sind die kaum vorhandenen Erklärungen und Beschreibungen. Einiges über die Horte ihrer Kindheit erfährt man im Laufe der Geschichte, doch so vieles bleibt offen: warum war Johnny mehr als nur ein normaler Kollege für Lola (außer dass sie hin und wieder Squash zusammen spielten)? Was hat das Verhältnis zu Lolas Schwester Becca so verkompliziert?
Auch Ortsbeschreibungen findet man in Roman eher selten.
Während dem Lesen habe ich auch mein Zeitgefühl für die Geschichte verloren. Wie viele Tage, Wochen sind denn nun vergangen?
Doch die Schwächen tun der Spannung bis zum überraschenden Ende keinen Abbruch.
Das Vollmond-Cover passt jedoch meiner Meinung nach sehr gut zur Geschichte, er findet sich auch in den einzelnen Kapiteln wieder.

Fazit: Eine gute Geschichte, die noch Potential nach oben hätte. Doch trotz der Schwächen ein spannendes Buch, darum nur geringer Punktabzug.

Bewertung: ★★★★

Freitag, 28. Dezember 2012

Marko Leino: Wunder einer Winternacht


In einer stürmischen Weihnachtsnacht verliert der kleine Nikolas durch ein furchtbares Unglück seine gesamte Familie. Die Einwohner des nahegelegenen Fischerdorfes Korvajoki nehmen den Weisen bei sich auf, und Nikolas muss von nun an jedes Jahr an Weihnachten zu einer anderen Familie des Dorfes ziehen. Er beginnt für jedes Kind des Dorfes ein Weihnachtsgeschenk zu basteln und auch seine Schwester Ada, die nie gefunden wurde, erhält jedes Jahr ein Geschenk.
Doch nach einem schlechten Ernte- und Fangjahr kann keiner der Dorfbewohner den Jungen über den Winter ernähren, und in allerletzter Minute findet sich eine Lösung: der unbeliebte und unsympathische Tischler Iisakki nimmt den Jungen als kostenlose Arbeitskraft bei sich auf, und Nikolas Glückssträhne scheint vorüber...

Der Autor hat eine wunderbare und emotionale Weihnachtsgeschichte geschrieben. Der Leser leidet, lacht und weint mit Nikolas, den das Schicksal so schwer getroffen hat.
Marko Leinos flüssiger und fesselnder Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Die Spannung bricht während der ganzen Geschichte nie ab. Ein wirklicher Pageturner.
Das Buch ist in 24 Kapitel unterteilt, kann also wunderbar als Adventskalender gelesen werden. Ich hab das Buch zu Weihnachten geschenkt bekommen und als ich einmal angefangen hatte zu lesen, habe ich das Buch nicht mehr aus der Hand gelegt. Es hatte mich einfach zu sehr gefesselt.

Fazit: Eine großartige Weihnachtsgeschichte, die ich jedem vorbehaltlos empfehlen kann. Absolute Leseempfehlung von mir und Favoritenstatus :)

Bewertung: ★★★★★

Adventskalender: Apfel, Zimt und Todeshauch (Elmar Tannert)


Ein schockierender Fund im verschlafenen Städtchen Schönblick: eines Abends fährt der Zug in den Bahnhof ein, mit einer verstümmelten Leiche auf den Puffern.
Der örtliche Vertreter des Gesetzes, der unterforderte Friedrich Einhäupl ermittelt...

Mein diesjähriger Adventskalender war dieser Krimi-Adventskalender.
Es handelt sich um einen 24-seitigen Krimi, für jeden Tag eine Seite in Form einer Christbaumkugel.

In 24 Seiten kann man nicht wirklich viele Handlungsstränge aufbauen und auch die Anzahl der Verdächtigen muss sich zwangsweise Beschränken. Doch der Autor hat es verstanden, trotz der äußerst begrenzten Seitenanzahl, mich zum Lachen zu bringen, und das Ende überraschend zu gestalten.

Hut ab!

Bewertung: ★★★★★

Meine Bücher-Geschenke Weihnachten 2012


Dieses Jahr stand Weihnachten bei mir wieder größtenteils im Zeichen der Bücher :)

Auf dem Foto seht ihr

Helfried Weyer: Hurtigruten
Arved Fuchs: Der Weg in die Weiße Welt
Marko Leino: Wunder einer Winternacht

zusätzlich gabs noch einen Büchergutschein, worüber ich mich natürlich immer freue  :)

Die ersten Beiden Bücher waren eine sehr willkommene Überraschung.
Ist doch einer meiner Träume einmal mit den Hurtigruten Norwegen bis hoch zum Nordkap zu erkunden. Bis zum Geirangerfjord habe ich es dieses Jahr schon geschafft ;)

Von Arved Fuchs habe ich mit meinem Schatz im Januar seinen Vortrag "Nordpoldämmerung" gesehen. Eine Großartige Bilderreise seiner Expedition auf den Spuren von Greelys katastrophaler Polarexpedition 1881.
Daraufhin habe ich bereits einen Reisebericht von Arved Fuchs "Im Schatten des Pols" gelesen und war total gefesselt, sodass das Buch in einem Rutsch ausgelesen war.

Somit steht bei mir zumindest der Weihnachtsurlaub lesetechnisch ganz im Zeichen des Schnees. Auch wenn wir draußen keinen haben...

Sonntag, 23. Dezember 2012

Liv Winterberg: Sehet die Sünder


Frankreich 1440. Im bretonischen Dorf Saint Mourelles verschwinden immer wieder Menschen. Darunter auch Kinder. Die Dorfbewohner werden zunehmenden von einer lähmenden Angst befallen. Sie bitten den Herren des nahegelegenen Schloss Troyenne um Hilfe. Doch ihr Lehnsherr ist mehr mit seinen finanziellen Sorgen beschäftigt, und handelt nicht sofort. Auch der Bischof der Diözese Nantes sieht keine Dringlichkeit, den Dorfbewohnern zu helfen, ihn kümmern die Absichten des Herzogs mehr: die beiden wollen Amede de Troyennes Ländereien habhaft werden.
Als die Zahl der Verschwundenen und mittlerweile Tot aufgefundenen Dorfbewohnern steigt, kommen endlich des Barons Berittene zu Hilfe. Doch ob das ein Segen oder ein Fluch ist, bleibt es noch herauszufinden. Die beiden Dorfbewohner Catheline und Mathis versuchen die Morde auf ihre Art aufzuklären...

Große Gräueltaten werden in der Bretagne im Mittelalter begangen. Die Autorin lässt uns aus der Vogelperspektive an den Vorgängen teilhaben. Hauptaugenmerk wird jedoch auf die junge Haushälterin Catheline, den Bauern Mathis und Baron Amede gelegt.
Catheline und Mathis, sowie die meisten Dorfbewohner Saint Mourelles waren mir als Leser schnell sympathisch. Baronin Berenice zählte auch dazu. Baron Amede de Troyenne blieb jedoch lange undurchsichtig und sprunghaft.
Der Schreibstil Liv Winterbergs ist wieder ein wahrer Genuss gewesen. Flüssig und Wortgewandt, entstand durch ihr geschriebenes Wort eine sehr detaillierte Vorstellung der Schauplätze und vor allem der beteiligten Menschen dieser Geschichte, die von Anfang bis Ende spannend bleibt.

Die Autorin hat sich in diesem Buch wieder einer wahren Begebenheit angenommen und das ganze phantasievoll Schriftstellerisch ausgeschmückt. Und es ist ihr wieder gelungen, einen großartigen Roman daraus zu machen.

Mit diesem Buch hat Liv Winterberg bereits den zweiten Historischen Roman veröffentlicht, der mich absolut begeistert. Schon ihr Erstlingswerk "Vom anderen Ende der Welt" habe ich verschlungen. Daher war meine Freude auch sehr groß, als ich bei Vorablesen dieses Rezensionsexemplar gewonnen hatte.

Fazit: Der zweite großartige Historische Roman von Liv Winterberg! Absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung: ★★★★★

Freitag, 21. Dezember 2012

Catherine Sanderson: Verliebt in Paris


Die wahren Erlebnisse einer Engländerin in Frankreich.
Schon als Teenager träumte die junge Catherine Sanderson von einem Leben in Frankreich. Ihre gesamte Schul- und Studienzeit hat sie auf dieses Ziel hingearbeitet. Nach ihrem Studium nimmt sie einen Lehr-Job an der Sorbonne Nouvelle an, als sie dann auch noch auf Mister Frog trifft, in den sie sich schon bald verliebt lebt sie bereits ihren Traum. Das Glück macht Jahre später die gemeinsame Tochter perfekt, doch die Liebe beginnt zu bröckeln, der Alltagstrott ist einfach zu mächtig. Als Catherine aus purer Langeweile und um Dampf abzulassen einen Blog eröffnet und dadurch den charmanten Engländer James kennenlernt, scheint der Bruch mit ihrem einstigen Traumprinzen unumgänglich. Doch hat das Ganze auch sein Gutes: Catherine beginnt sich wieder neu in ihre Wahlheimat und ihren Traum zu verlieben...

Die Autorin lässt den Leser über gute ein Jahr hinweg an ihrem Leben in Frankreich teilhaben. Aus der Ich-Perspektive von Catherine geschrieben, fühlte ich mich als Teil des Romans. Die Hauptprotagonistin, gleichzeitig auch die Autorin, ist mir auf anhieb sympathisch gewesen und auch ihren Mr. Frog konnte ich sehr gut leiden. James hingegen musste erst Überzeugungsarbeit leisten.
Die Geschichte ist flüssig und in lockerem Stil geschrieben. Einige plötzliche Wendungen lassen das Buch auch spannend bleiben.
Die größte Nebenrolle spielt hier natürlich die Stadt der Liebe - Paris! Catherines Beschreibungen lassen mich wieder einmal von einem Spaziergang an der Seine und der wunderbaren Skyline dieser tollen Stadt träumen.

Fazit: Eine wunderbare Liebeserklärung an die Stadt der Liebe! Für Paris-Fans ein Muss. Für alle anderen aber auch absolut Lesenswert!

VIELEN VIELEN DANK nochmal an meine Wichtelmama STEFFI für dieses tolle Buch!

Bewertung: ★★★★★

Samstag, 15. Dezember 2012

Jutta Profijt: Blogging Queen


Flugbegleiterin Lulu Martin zieht sich bei einem Flug von Venedig nach Düsseldorf eine fiese Erkältung mit Trommelfellriss zu. Ihr Arzt verdonnert sie zu 10 Wochen Flugverbot. Eine Katastrophe für die junge Frau, die in der Welt zu Hause ist. Da trifft es sich gut, dass ihre Freundin Sabine 3 Monate Urlaub in Patagonien machen will und Lulu auf Hund und Wohnung aufpassen soll. Als Zusatzaufgabe erhält sie das Testen von Sabines neuer Blogging-Software. Als sie einen Mode-Blog eröffnet und sich als Trendscout Millie ausgibt, ahnt Lulu nicht, dass sie damit in der Mode-Welt für furore sorgen wird...

Mir hat ja Jutta Profijts Buch "Schmutzengel" schon sehr gefallen, aber dieses Buch ist sogar noch besser! Auch hier wird der Leser erst mal mitten rein ins Geschehen geworfen, um dann in einem Zeitsprung die Ursache für Lulus Flucht vor einem Kommissar zu erfahren. Die Geschichte ist kurzweilig und mit viel Humor geschrieben. Die Nebendarsteller (besonders Stefan und Lulus Nachbar Jake) sind aber auch zu komisch!
In diesem Buch hat mich Jutta Profijts Schreibstil sehr überzeugt und ich habe das Buch nur widerwillig aus der Hand gelegt.

Fazit: Eine Geschichte mit viel Humor, einem Kriminalfall und Modetipps inklusive! Absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung: ★★★★★

Lora Leigh: Breeds 02 - Tabers Versuchung


Wenige Monate nachdem die Breeds sich zu ihrer Art bekannt, und ganz Amerika über die Machenschaften des Councils informiert haben, ist das Rudel noch immer in aller Munde. Als herauskommt, dass Taber die junge Veronica "Roni" Andrews als seine Gefährtin gekennzeichnet hat, eröffnet die Presse die Jagd auf die Frau, doch Taber kann sie noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Roni, die eineinhalb Jahre zuvor von Taber verlassen wurde, fügt sich nicht widerstandslos in ihre neue Rolle als Tabers Gefährtin...

Mir hat Band 1 dieser Endlosreihe schon sehr gefallen, da habe ich mich auf dieses Buch schon sehr gefreut. Wie auch schon der erste Teil dieser Fantasy-Reihe ist auch "Tabers Versuchung" mit erotischem Inhalt gespickt. Doch anders als bei "Callans Schicksal" erfährt man hier nichts neues über die Breeds und deren Vergangenheit. Es gibt auch kaum eine Geschichte außer der Paarung von Taber und Roni und den Verrat durch ihren kriminellen Vater.
Die Protagonisten sind allerdings wieder sehr sympathisch und zu meiner Freude gab es ein Wiedersehen mit Merinus und Callan aus dem ersten Band.
Die ständigen Wiederholungen, die mich im ersten Teil doch sehr gestört hatten, traf ich hier zum Glück nicht mehr, oder nicht so stark, dass sie mir aufgefallen wären.
Ich freue mich auf mehr von den "Breeds".

Fazit: Ich fühlte mich auch hier wieder gut unterhalten und bin gespannt auf die Geschichten über Sherra, Dawn und Mercury. Doch auch hier gibt es von mir wieder Punktabzug, diesmal jedoch für die recht einseitige Handlung. Ich hätte gerne noch ein paar weitere Infos über die Breeds und Tabers Vergangenheit erfahren. Leseempfehlung gibts trotzdem!

Bewertung: ★★★★

Emma Sternberg: Marillenknödel und das Geheimnis des Glücks


Sophie ist mit ihrem Schatz nach dem Winter nach Alrein zurückgekehrt. Dort findet sie einen versteckten Brief ihrer Tante Johanna, die ihr vor einem Jahr die Pension vermacht hatte.
Endlich erfährt Sophie das Geheimnis über Johannas Liebe zu ihrem Mann Schorsch.

Dieses kleine Werk umfasst nur 37 Seiten und ist ein Zusatz zu Emma Sternbergs Hauptroman "Liebe & Marillenknödel"

Wer beide Teile Lesen möchte, sollte mit dem Hauptroman beginnen, denn diese Minigeschichte spielt nach den Ereignissen in "Liebe & Marillenknödel"
Man erfährt, was Sophie in den Wintermonaten gemacht hat. Und vor allem, wie Tante Johanna aus Hamburg zu ihrer großen Liebe Schorsch in Südtirol gekommen ist.

Meine Rezi zum Hauptroman:
http://foxxbooks.blogspot.de/2012/12/emma-sternberg-liebe-und-marillenknodel.html

Bewertung: ★★★★★

Emma Sternberg: Liebe und Marillenknödel


Doppelter Rückschlag für Sophie: Erst verliert sie ihre Stelle bei einem Hamburger Sachbuchverlag, und als sie am Tag darauf völlig verkatert mit einem Fremden Mann im Bett aufwacht, erhält sie die Nachricht, dass ihre geliebte Großtante Johanna gestorben ist. Als sie dann auch noch Tante Johannas Bergalm in Südtirol erbt und erfährt, dass ihre bösartigen Cousinen das Land verhökern wollen, bricht sie ihre Zelte in Hamburg ab und übernimmt die heruntergekommene Pension. Dort muss sie sich erst einmal mit ausbleibender Gästeschar und unkooperativen Mitarbeitern herumschlagen. Doch Sophie lässt sich so schnell nicht unterkriegen und entwickelt kreative Pläne, Tante Johannas Herzstück "Alrein" wieder auf Vordermann zu bringen...

Ein tolles Buch! Voller Humor und mit einer sympathischen Hauptprotagonistin hat sich die Autorin mit diesem Buch sofort auf meinen Favoriten-Stapel geschrieben.
Die manchmal etwas zu gutmütige Sophie kämpft sich durch so manche Widrigkeiten die ihr auf 1800 Metern begegnen. Natürlich weiß der Leser sehr bald, wer der jungen Hüttenwirtin die Steine in den Weg legt, doch so einige Wendungen in der Geschichte lassen die Geschichte bis zur letzten Seite spannend bleiben. Der flüssige und phantastische Schreibstil von Emma Sternberg, der in meinem Kopf wunderschöne Bilder des Brixentals entstehen ließ, machte die Geschichte zu einem wahren Pageturner. Ich hatte das Buch in nur wenigen Stunden zu Ende gelesen.

Fazit: Auf dieses Buch wurde ich durch das tolle verspielte Cover aufmerksam. Und ich wurde wirklich nicht enttäuscht. Absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung: ★★★★★

Samstag, 8. Dezember 2012

Kerstin Gier: In Wahrheit wird viel mehr gelogen


Die 26jährige Carolin ist vor kurzem Witwe geworden, ihr beinahe doppelt so alter Ehemann Karl überraschend an einem Herzinfarkt gestorben. Ihre große Liebe hat ihr ein beachtliches Erbe hinterlassen, doch darum muss sie sich nun ausgerechnet mit Karls Sohn - ihrem Exfreund - und dem schleimigen Onkel Thomas streiten. Die hochbegabte Carolin gerät etwas aus der Bahn und betrinkt sich zum ersten Mal in ihrem Leben. Doch ihr neuer Bekannter "der Apotheker" und ihre Familie, allen voran Schwester Mimi helfen Carolin wieder auf die Beine zu kommen...

Ich liebe Kerstin Giers Schreibstil! Dieses Buch ist wieder voller bissiger Kommentare, skurriler Figuren und großartigem Humor!
Der gewohnt flüssige Stil der Autorin war wieder ein Genuß. Dieses Buch konnte ich wieder einmal nicht aus der Hand legen. Das lustig gestaltete Cover, die Pink gedruckten Zitate am Anfang jedes Kapitels und noch so einige liebevoll umgesetzte Details lassen dieses Buch auch optisch zu einem Highlight werden.
Und ein besonderes "Schmankerl" gibts hier auch noch für alle Fans der Mütter-Mafia-Reihe: Ein Wiedersehen mit Constanze, Mimi, Anne, Trudi und einigen anderen Figuren aus der tollen Trilogie der Autorin.

Fazit: Ein großartiges Buch über Leben, Tod und die Trauerarbeit. Voller Humor und mit großartigen und teilweise bissigen Dialogen. Absolute Leseempfehlung von mir! Volle Punktzahl und wieder ein Buch für meinen Favoriten-Stapel.

P.S. Wer die Mütter-Mafia-Reihe lesen möchte sollte dieses Buch erst danach lesen.

Bewertung: ★★★★★

Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt


Alexander von Humboldt macht sich auf in die "Neue Welt" um Land, Leute und Pflanzen zu erforschen. Mit von der Partie ist sein treuer Gefährte, der Franzose Bonpland. Beide vermessen mit einer akribischen Genauigkeit das Land und erstellen detaillierte Karten. Derweil macht Mathematikgenie und Astronom Carl Friedrich Gauß in der Heimat das Gleiche. Wenn auch nicht aus Hingabe und Forschungsdrang sondern aus Geldmangel.

In diesem Buch wird abwechselnd aus Sicht Humboldts und Gauß' erzählt. Im letzten Drittel kommt auch noch kurz Bonpland und Gauß' Sohn Eugen zu Wort.
Wobei der Forschungsreise mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird als Gauß' mathematischem Genie. Dessen Landvermessung gerät gut der Hälfte des Buches ziemlich ins Hintertreffen.
Zum Schluss, als ich dachte, das Schlimmste bereits hinter mir zu haben, wird die Geschichte nochmal richtig konfus.
Das gänzliche Fehlen von Anführungszeichen und der verwirrende Schreibstil von Daniel Kehlmann lassen die kaum vorhandene Spannung gänzlich verschwinden. Dies ist wahrlich keine leichte Lektüre und meiner Meinung nach auch absolut keine "literarische Sensation" wie das Buch auf seinem Rücken bezeichnet wird. Von dem angepriesenen "hintergründigen Humor" habe ich nichts entdeckt.

Fazit: Diese langatmige und wenig spannende Erzählung der historischen Landvermessung muss man nicht wirklich gelesen haben. Ich habe mich durch die 302 Seiten wirklich hindurchgequält, und bin froh, dass ich dafür kein Geld ausgegeben habe. Was meine Freundin, die mir das Buch gegeben hat, daran so begeisterte, muss ich erst noch rausfinden....

Ich vergebe einen Punkt für die offensichtlich gute und ausführliche Recherchearbeit des Autors.

Bewertung: ☆☆☆☆