Montag, 14. November 2016

Tim Pieper: Kalte Havel (Toni Sanftleben 02)


Am Ufer der Havel wird ein junger Mann erschossen, sein bester Freund verschwindet spurlos. Es ist der Sohn einer Potsdamer Staatsanwältin, die viele Feinde hat. Für Hauptkommissar Toni Sanftleben beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Entschlossen ermittelt er in den Beelitzer Heilstätten und an anderen gespensterischen Orten, die dem Verfall preisgegeben sind. Doch die Ruinen sind bewohnt und werden mit allen Mittel verteidigt...

Achtzehn Monate war Toni Sanftleben beurlaubt, um sich seiner Frau widmen zu können, die 16 Jahre lang verschollen war. Doch dann taucht plötzlich Staatsanwältin Caren Winter auf, und bittet ihn, ihren entführten Sohn wiederzufinden.
Tonis Methoden waren schon in seinem ersten Fall „Dunkle Havel“ unkonventionell, und auch bei Wiederantritt seiner Polizeitätigkeit ermittelt er zumeist in Eigenregie. Recherchespezialist Phong ist wohl noch sein am besten informierter Mitarbeiter.
Der Mord- und Vermisstenfall ist von Anfang bis Ende spannend, wobei das Tempo im letzten Drittel deutlich angezogen wird, und spätestens ab da fliegt man nur noch durch die Seiten.
Mit seinem Schreibstil hat mich Tim Pieper bereits im Vorgänger und dem 1890-Jahre Krimi „Unter den Linden“ begeistert, diese Begeisterung hat mich auch im dritten Buch das ich vom Autor gelesen habe, wieder gepackt.
Von den Schauplätzen in diesem Krimi kann man sich auf Tims Homepage ein reales Bild machen, was dem Kopfkino nochmal richtig einheizt.

Fazit: Ich hoffe, wir lesen uns noch öfter, lieber Toni Sanftleben! Der eigenwillige Ermittler zählt weiterhin zu meinen Lieblingen! Und für das Buch gibt’s ganz eindeutig volle Punktzahl und eine uneingeschränkte Leseempfehlung von mir!

Reihenfolge:
01.   Dunkle Havel

02.   Kalte Havel

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Cornelia Franke: Wär mein Leben ein Film, würde ich eine andere Rolle verlangen


Jess' große Leidenschaft sind Filme und seit dem Tod ihrer Mutter ist das Kino ihr zweites Zuhause. So scheint es ein Leichtes, für ein Schulprojekt einen Blog über ihr Lieblingsthema ins Leben zu rufen. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Und dann ist da auch noch Marvin, der plötzlich mehr von ihr will, als nur der hilfsbereite Freund zu sein. Langsam merkt Jess, dass sich das Leben durchaus nicht immer wie im Film abspielt .

Ich habe zwar ein wenig gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, aber nach drei oder vier Kapiteln hatte Cornelia Franke mich. Immer auf der Suche nach Anspielungen auf verschiedenste Filme, fliegt man irgendwann nur noch durch die Geschichte. Der Schreibstil der Autorin ist schön flüssig und jugendlich-leicht zu lesen.. Für mich hat sich die Spannung zwar erst nach und nach aufgebaut, aber ab der Hälfte dann so richtig durchgestartet.
Die Protagonisten sind ausnahmslos – bis auf die üblichen fiesen Gegenspielerinnen natürlich – sehr sympathisch, wunderbar nerdig und einfach nur süß! Die Emotionen haben sich teilweise auf eine echt rasante Achterbahnfahrt gewagt, was die Autorin aber auch prima beim Leser anzukommen gewusst hat.


Fazit: Eine schöne Jugend-Geschichte mit einer tollen Botschaft. Der für mich etwas zähe Einstieg kostet dem Buch einen Punkt, trotzdem gibt’s aber eine Leseempfehlung.

Bewertung:

Dienstag, 4. Oktober 2016

Kathy Reichs: Tote lügen nicht (Temperance Brennan 01)


Tempe Brennan ist forensische Anthropologin in Montreal. Skelette und verweste Körperteile gehören zu ihrem Alltag. Als die 23-jährige Isabelle missbraucht, erdrosselt und zerstückelt in Müllsäcken aufgefunden wird, erinnert sich Tempe an einen Fall ein Jahr zuvor. Sie versucht, die beiden Verbrechen mit drei weiteren Leichen in Verbindung zu bringen. Doch Detective Luc Claudel nimmt sie nicht ernst. Sie recherchiert auf eigene Faust und lenkt so die Wut des Serienkillers zunächst auf ihre Freundin Gabby, dann auf ihre Tochter Katy und schließlich auf sich selbst.

Forensikerin Temperance Brennan verbringt nach der Trennung von Mann Pete einige Zeit in Montreal, als dort grausig zerstückelte Leichen gefunden werden. Da Tempe die Fälle keine Ruhe lassen und sie Zusammenhänge zu erkennen glaubt, auf die die leitenden Ermittler noch nicht aufmerksam geworden sind, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln. Die Hauptdarstellerin ist hochintelligent und lässt den Leser auch gerne an ihrem reichhaltigen Wissen teilhaben, leider ist der schmale Grat zwischen ausreichend und zu viel Information manchmal doch leicht überschritten worden.
Brennans Kollegen der kanadischen Polizei sind unterschiedlich sympathisch, wobei auch der größte Miesepeter irgendwann erkennen muss, dass Tempe so einiges drauf hat.
Die beschriebenen Fälle sind gruselig und sicher nichts für zu zart besaitete Menschen, jedoch für mich als Thriller-Fan genau richtig.
Die mehrfache Bestellerautorin Kathy Reichs schreibt schön flüssig und in einem angenehm zu lesenden Stil, und wenn man die ersten hundert Seiten hinter sich hat, nimmt die Spannung auch ordentlich Fahrt auf.
Ich freu mich schon darauf, bei weiteren Fällen über Tempe Brennans Schulter schauen zu können und der zweite Teil der Reihe landet sicher schon bald auf meinem Bücherstapel.

Fazit: Ein gut gelungener Reihenauftakt, der Neugierig auf Tempe Brennans weitere Fälle macht. Von mir gibt’s für den ersten Fall der berühmten Knochenflüsterin schon mal eine Leseempfehlung.

Reihenfolge:
01.   Tote lügen nicht

02.   Knochenjob

Bewertung:

Mittwoch, 28. September 2016

Martina Riemer: Road to Forgiveness (Herzenswege 02)


Ava hat zu viel verloren, um noch ihren Träumen hinterherzujagen. Nicht einmal der Klang ihrer Violine kann sie von dem Schmerz ihrer Vergangenheit befreien. Bis sie an der Uni auf Nathan trifft. Ein BWL-Student, der ebenso viel Leid in seinem Blick trägt wie sie selbst und der ihr erst so fern und dann so nah erscheint. Als sie sich begegnen, weiß keiner vom Leben des anderen, sie sehen nur, wer sie heute sind, und werden unweigerlich voneinander angezogen. Aber auch die größte Liebe wird irgendwann vom Schatten der Vergangenheit eingeholt…

Ava und Nat müssen sich jeder für sich mit seiner Vergangenheit und seinen Dämonen auseinander setzen, doch beide sind für den jeweils anderen wohl die einzig mögliche Hilfe, sich dem Erlebten zu stellen.
Die zwei haben sich ganz schnell in mein Herz gespielt, genauso wie Sarah, Johnny, Kelsey und Lourdes. Dass ich den ersten Teil der Herzenswege-Reihe, Sarah und Johnnys Geschichte, noch nicht gelesen habe, hat absolut nicht gestört. „Road to Hallelujah“ wird aber ganz schnell den Weg in mein digitales Bücherregal finden!

Martina Riemer hat mich mit ihrem lockeren, flüssigen und angenehmen Schreibstil schnell von sich überzeugt. „Road to Forgiveness“ wird schnell zu einem Buch, das man gar nicht mehr aus der Hand legen kann, denn von Langeweile kann hier keine Rede sein. Der Spannungsbogen steigert sich konstant und sorgt für ein wunderbar emotionales und kurzweiliges Lesevergnügen.


Fazit: Wunderschöne Geschichte über Liebe, Familie und Verlust. Absolute Leseempfehlung von mir!

Reihenfolge:
01. Road to Hallelujah
02. Road to Forgiveness

Bewertung:

Dienstag, 27. September 2016

C.J. Daugherty & Carina Rozenfeld: The Secret Fire (Alchemist Chronicles 01)


Ein Kampf gegen das Schicksal – Ein Wettlauf gegen die Zeit.

Sacha Winters setzt in Paris mit waghalsigen Aktionen sein Leben aufs Spiel – weiß er doch dass er erst an seinem 18. Geburtstag sterben wird. Währenddessen hegt Taylor Montclair im Englischen Städtchen Woodbury den großen Traum eines Studiums in Oxford. Als ihre Wege sich kreuzen, haben beide keine Ahnung, dass Taylor die Einzige ist, die Sacha vor seinem Schicksal bewahren und den Fluch der auf seiner Familie liegt, stoppen kann…

C.J. Daugherty konnte mich schon mit ihrer Night-School-Reihe begeistern, zusammen mit Carina Rozenfeld hat sie eine ebenso spannende und mitreißende Geschichte gesponnen, die mich von Beginn an in ihren Bann gezogen hat.
Taylor und Sacha haben sich sofort in mein Herz geschlichen und dank des flüssigen und auch im englischen Original angenehm zu lesenden Schreibstils kann man die Story um das sympathische und authentisch wirkende Duo schön flott lesen.
Der Auftakt der Dilogie um die Chroniken der Alchemisten war schön kurzweilig und mit einem konstant ansteigenden Spannungslevel.
Ich möchte nicht zu viel verraten, daher einfach lesen! Allen Mystery-Thrill-Liebhabern wird es auf jeden Fall begeistern!


Fazit: Spannender und schön geschilderter Auftakt einer Dilogie um Alchemisten und Dämonen. Absolute Leseempfehlung von mir!

Reihenfolge:
01. The Secret Fire
02. The Secret City

Bewertung:

Donnerstag, 22. September 2016

Samantha Young: Out of the Shallows - Herzsplitter (Charley & Jake 02)


Die erste Liebe ist ein Geschenk. Aber hat sie auch eine Zukunft?
Lange haben Charley und Jake um ihre Liebe kämpfen müssen. Besonders Charley hat viel dafür aufgegeben: Ihre Familie vertraut ihr nicht mehr. Aber die Schwierigkeiten haben Jake und sie eng zusammengeschweißt. Bis ein schwerer Schicksalsschlag Charleys Familie zersplittert. Charley ist am Boden zerstört. Um ihre Familie zu schützen, will sie Jakes Liebe opfern und trifft eine schreckliche Entscheidung. Doch Jake will Charley auf keinen Fall aufgeben. Jetzt, da er endlich, weiß, was er will, ist er bereit, den Kampf um ihr Herz mit allen Mitteln zu führen …

Und wieder hat mich Samantha Young von Anfang bis Ende begeistert. Ihr besonders emotionaler und spannender Schreibstil hat mich trotz der großen Verwirrung, die die Autorin zu Beginn bezüglich der Beziehung von Charley und Jake geschaffen hat, einfach mitgerissen und mich wieder regelrecht durch die Seiten fliegen lassen.
Nach wie vor sind alle Protagonisten sehr sympathisch und haben sich längst in mein Herz gespielt. Trotz des traurigen Themas werden auch einige Situationen sehr witzig beschrieben, woran besonders Matt seinen Anteil hat.


Fazit: Eine wunderbar herzzerreißende Fortsetzung dieser sehr emotionalen Geschichte zwischen Charley & Jake. Von mir gibt’s eine sbsolute Leseempfehlung auch für den zweiten Teil!

Bewertung:

Samantha Young: Into the Deep - Herzgeflüster (Charley & Jake 01)


Die erste Liebe ist unvergesslich. Der erste Verrat auch. 
Er gab ihr das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Er sagte, dass er sie liebt. Charley und Jake waren ein Traumpaar. Damals. Bis ein tragisches Unglück geschah und Jake sie wortlos aus seinem Leben strich. Charleys Herz war gebrochen, sie konnte ihm nicht verzeihen. Dreieinhalb Jahre lang. Bis er ausgerechnet bei ihrem Auslandsjahr in Schottland wieder vor ihr steht. Geheimnisvoll und sexy. Und mit einer neuen Freundin an seiner Seite.
Charley zeigt ihm die kalte Schulter. Doch Jake lässt nicht locker, er sucht ihre Nähe und ihre Vergebung. Tief in ihrem Herzen glimmt noch die Sehnsucht, aber wird sie Jake je wieder vertrauen können? 

Samantha Young versteht es einfach, mich mit ihren Büchern zu begeistern. So hat auch ihr unvergleichlich emotionaler und mitreißender Schreibstil mich beinahe ohne Pause durch die Höhen und Tiefen der Verbindung zwischen Charley und Jake geführt. Die Geschichte der beiden beginnt schmerzhaft spannend, entwickelt sich zu einer herzzerreißenden Lovestory mit vielen Hindernissen, und punktet nochmal richtig mit dem letzten Kapitel, das den Leser nochmal in Jakes Gefühlswelt eintauchen lässt.
Die Protagonisten muss man einfach mögen, selbst den charismatischen Jake, der Charley einst ihr jugendliches Herz gebrochen hat. Selbst die Nebendarsteller sind ohne Ausnahme sympathisch, und sorgen auch für einige lustige Momente.
Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung dieser Geschichte, die glücklicherweise bereits auf meinem Kindle schlummert.


Fazit: Eine großartige herzzerreißende Lovestory, die mit viel Gefühl erzählt wird. Absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung:

Fiona Winter: Ein Mitbewohner zum Verlieben


Es ist der schlimmste Tag in Majas Leben: Erst trennt sich zwischen Frühstückskaffee und Aufbackbrötchen aus heiterem Himmel ihr Freund von ihr, dann trifft sie auch noch ihren Schulschwarm Felix wieder. Und zwar in der WG ihres besten Freundes, wo er das Zimmer besetzt, das eigentlich Maja haben wollte. Zu allem Überfluss besitzt Felix zwar noch das gute Aussehen von damals, nicht aber den Charme – er lässt keinen Zweifel daran, dass er Maja nicht in der WG haben will. Doch sie gibt sich nicht so schnell geschlagen und quartiert sich kurzerhand in Felix‘ Zimmer ein …

Fiona Winter hat mich mit ihrem schön flüssigen und sehr angenehm zu lesenden Schreibstil schnell in den Bann der Geschichte um Maja und Felix gezogen. Das Buch ist auch recht spannend zu lesen, man möchte nämlich unbedingt wissen, wie es mit den beiden Streithähnen weitergeht.
Auch die Protagonisten sind sehr sympathisch, leider manchmal etwas sehr naiv, was vor allem Maja ganz schön unreif wirken lässt. Aber nichts desto trotz leidet, lacht und feiert man von Anfang bis Ende mit dem ungleichen Dreier-WG-Gespann mit.
Mit den 300 Seiten ist das Buch auch schön flott durchgelesen.


Fazit: Kurzweilige Was-sich-liebt-das-neckt-sich-Geschichte mit stellenweise leider etwas überzeichneten Charakteren. Daher leider nur 4 Punkte von mir, aber mit Leseempfehlung für Chick-Lit-Fans.

Bewertung:

Freitag, 9. September 2016

Adrian J. Walker: Am Ende aller Zeiten


Edgar Hill ist Mitte dreißig, und er hat sein Leben gründlich satt. Unzufrieden mit sich und seinem Alltag in Schottland als Angestellter, Familienvater und Eigenheimbesitzer, fragt er sich vor allem eins: Hat das alles irgendwann einmal ein Ende? Er ahnt nicht, dass sich die Katastrophe bereits anbahnt.
Als das Ende kommt, kommt es von oben: Ein dramatischer Asteroidenschauer verwüstet die Britischen Inseln. Das Chaos ist gigantisch, die Katastrophe total. Ganze Städte werden ausgelöscht. Straßen, das Internet, die Zivilisation selbst gehören plötzlich der Vergangenheit an. England liegt in Schutt und Asche. Ist dies der Weltuntergang?
Edgar und seine Familie werden während der Evakuierung voneinander getrennt, und ihm bleibt nur eine Wahl: Will er Frau und Kinder jemals wiedersehen, muss er 500 Meilen weit laufen, durch ein zerstörtes Land und über die verbrannte Erde, von Edinburgh nach Cornwall. Zusammen mit einigen wenigen Gefährten begibt sich Edgar Hill auf einen Ultra-Marathon durch ein sterbendes Land. Doch sein Weg ist gefährlich: Im postapokalyptischen England kämpft jeder gegen jeden ums blanke Überleben.

Adrian J. Walker entführt seine Leser in ein von Asteroiden zerstörtes Großbritannien und lässt sie an der Läuterung und Selbstfindung seines Hauptdarstellers Ed teilhaben. Der klassische Mittelschicht-Typ wird begleitet von weiteren zurückgelassenen Personen, mit der ihn irgendwann eine apokalyptisch-seltsame Form der Freundschaft verbindet.
Da ist zum einen Richard - der für mich nie richtig greifbar wurde, Laura Grimes – die Soldatin, die alles im Griff hat und Harvey – der Rentner der Gruppe, der aber immer wieder zu motivieren weiß. Gemeinsam bilden Sie den letzten Läuferclub am Ende der Welt, und genau darauf liegt auch den Großteil des Buches der Fokus. Und nach unzähligen Meilen, die die Gruppe zurückgelegt hatte, langweilten mich die ewigen Läufer-Geschichten, hatte ich doch einen mehr apokalyptischen Roman erwartet. Doch die dystopischen Elemente kamen mir definitiv zu kurz.
Geschrieben ist das Ganze aber in einem angenehm flüssig zu lesendem Schreibstil, der trotz mancher Längen nicht zu viel Langeweile aufkommen lässt. Wäre der Fokus weniger auf das Läuferische gebündelt gewesen, hätte sich die Spannung sicher weitaus mehr aufbauen können.
Der Auftakt von Eds Odyssee begann sehr vielversprechend und die Idee an sich fand ich sehr gut. Über das Ausamaß der Zerstörung und den Verbleib weiterer Nebendarsteller hätte ich auch sehr gerne noch mehr erfahren. Leider entwickelte sich das Buch aber nach und nach eher zu einem läuferischen Selbstfindungstrip eines Midlife-Crisis Typen. Und so blieb ich etwas enttäuscht und mit einigen unbeantworteten Fragen zurück.

Fazit: Leider wurde mir die Apokalypse etwas Stiefmütterlich behandelt, ich fühlte mich nicht mitgerissen und auch das Ende hat mich nicht überzeugt. So erhält dieses Buch über den Ende-der-Welt-Läuferclub leider keine Leseempfehlung von mir.

Bewertung:

Donnerstag, 8. September 2016

Heike Köhler-Oswald: Mörder lauf Galopp


Im Thüringischen Kleinroda wurde auf Leonie Ritters friedlich grasende Pferde geschossen. Da ihre beste Freundin und Polizistin Paula Mälzer keine Zeit für diesen Fall hat, stellt die wütende Frau gemeinsam mit dem Rest des Dorfes eine Bürgerwehr auf. Mit fatalen Folgen, denn bereits zwei Tage später liegt die Leiche des Bauers Horst Pfeifer mit Pfeilen gespickt im Graben…

Heike Köhler-Oswald hatte mich mit einem spannenden Plot und dem idyllischen Dorf-Setting schnell am Haken, und auch der Prolog aus Sicht des Täters versprach einen mitreißenden Kriminalfall im beschaulichen Thüringen.
Leider wurde ich aber ziemlich flott ins Kalte Wasser der unsympathischen Darsteller geworfen.
Paula glänzt eher mit Alkoholkonsum und Zigarettenpausen als mit Ermittlerkunst, Dorfpolizist Jan war mir zu naiv und Liebesblind. Der Jenaer Kollege Tom hätte es rausreißen können, wirkte aber trotz seiner Leidenschaft für Cowboystiefel ziemlich blass.
Der Schreibstil der Autorin ließ sich aber schön flott und schnörkellos lesen, war hin und wieder aber fast etwas zu direkt, sodass kaum Emotionen bei mir ankamen. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass durch ein paar eigentlich recht spannenden Situationen etwas durchgehastet wurde.
Es hätten für mich gerne ein paar Seiten mehr im Buch sein dürfen, die der Geschichte mehr Zeit und Raum zur Entwicklung hätten geben können.


Fazit: Leider hat mich dieser Kriminalfall nicht von sich überzeugen können. Daher leider keine Leseempfehlung von mir.

Bewertung:

Vicky Sinn: Ron & Amy - An jenem Ort mit Dir


An einem heißen Sommertag treffen sich Ron und Amy, zwei Menschen, die unterschiedlicher gar nicht sein könnten, an einer Tankstelle mitten in den USA. Amy, die auf der Suche nach dem Abenteuer ist und ihr Dasein als Kellnerin unbedingt beenden will, versucht zu stehlen und Ron, der geheimnisvolle Fremde, rettet sie vor dem Knast und einen Anruf bei ihren Eltern.
Amy beschließt, den gutaussehenden Mann zu begleiten, denn was könnte es Spannenderes geben, als eine Reise ins Unbekannte?
Ron willigt schließlich ein, obwohl er eigentlich schon nach ein paar Minuten genug von der quirligen und aufgeweckten Diebin hat.
Es beginnt der Sommer ihres Lebens, der Amy in eine überwältigende Liebe zu dem verschlossenen Ron stürzt, dessen Vergangenheit und wahre Identität jedoch schon bald dunkle Schatten über das neue Glück legt und alles zu zerstören droht: Wird es den beiden gelingen, ihre Liebe zu retten? 

Autorin Vicky Sinn schickt ihre Leser auf einen romantischen und humorvollen Roadtrip, der von Anfang bis Ende zu fesseln weiß. Ihre Darsteller sind authentisch und bereits auf den ersten Blick sehr sympathisch und liebenswert chaotisch. Nach und nach deckt man die Hintergründe auf, die Ron und Amy auf diese Reise geschickt haben, wobei man bei so mancher Sache auch die Ein oder Andere Träne verdrücken kann.
Der Schreibstil der jungen Autorin ist wunderbar flüssig und locker leicht zu lesen, was das Buch zu einer idealen und sehr kurzweiligen Sommerlektüre macht.
Das einzige Manko ist für mich, dass mir einige Fragen die ich bezüglich Amy im Kopf hatte, auch zum Schluss nicht aufgeklärt wurden.


Fazit: Eine wunderbare kurzweilige Sommerlektüre, die ich sehr gerne empfehle!

Bewertung: 

Dienstag, 7. Juni 2016

Lilly Labord: Kein Brautstrauß für Vampire (Paranormale Romanzen 01)


Auch Vampire suchen nach der wahren Liebe!
Lilly handelt erfolgreich Millionenverträge aus, als sie vollkommen unerwartet entlassen wird. Nun muss sie schnellstens eine neue Beschäftigung finden. Ausgerechnet ihr Ex hat den zündenden Vorschlag: Lilly soll eine Partnervermittlung eröffnen – aber nicht für irgendwen – sondern für die Mitglieder der paranormalen Community.
Da ihr Ex kein gewöhnlicher Mensch ist, weiß Lilly natürlich, dass andere Wesen mitten unter uns leben, aber eine Partnervermittlung für Vampire und Werwölfe zu eröffnen, ist deswegen noch lange keine Kleinigkeit.
Nicht nur sind die eigenen Klienten potentiell gefährlich, Lilly muss vor allem andere Kräfte fürchten, Menschen nämlich, die entschlossen sind, paranormale Mitbürger ein für allemal aus der Welt zu schaffen.
Doch Lilly ist nicht der Typ, sich unterkriegen zu lassen. Sie nimmt die Herausforderung an und sehr bald rennen ihr die Klienten buchstäblich die Tür ein. Doch wie um Himmels Willen findet man eine passende Partnerin für einen Werwolf-Witwer mit fünf Kindern? Was gilt es zu vermeiden, wenn man einen Vampir verkuppelt?
Und was passiert, wenn sich die Vermittlerin selbst verliebt?

Dieses Buch hat mich eher enttäuscht zurückgelassen. Wie alle Darsteller dieser Geschichte bleibt auch die Hauptakteurin recht blass und wirkt zudem noch äußerst naiv. Ihr Ex ist zwar ein Dämon und sie will sich eine Partnervermittlungsagentur für seine mystischen Kollegen aufbauen, hat aber absolut keine Ahnung von der Materie. Weder von Partnervermittlung noch von paranormalen Gestalten.
Ihr verlorener Job wird oft genug erwähnt, aber zu keiner Zeit wird auch nur im Geringsten angedeutet, in welcher Millionenschweren Branche sie gearbeitet hat.
Der Schreibstil ist zwar sehr einfach und daher recht flott zu lesen, die ganze Sache machte aber dennoch einen unausgereiften und sprunghaften Eindruck. Vieles spannende und interessante wurde ganz knapp abgekanzelt um sich dann eher lange bei Nebensächlichkeiten aufzuhalten. Schade, denn ich hatte mir einiges mehr von dieser Geschichte versprochen!


Fazit: Leider ein absoluter Flop! Hierfür gibt’s keine Leseempfehlung von mir!

Bewertung:

Clara Schilling: My Vampire Romance


Cara Bennet führt das langweilige Leben einer eher durchschnittlichen Highschool-Schülerin. Doch damit ist es aus, als ein Vampir sie anfällt und feststellt, dass ihr Blut ihn süchtig macht. Gegen ihren Willen beginnt Cara Gefühle für den rücksichtslosen Vampir zu entwickeln. Aber ist dieser überhaupt fähig, sie zu erwidern?

Cara wird im Wald von einem Vampir angefallen und kann erst gar nicht glauben, was ihr da passiert ist. Doch dann taucht der Vampir bei ihr zu Hause auf und um Freunde und Familie zu beschützen, lässt sie ihn abermals von ihr trinken. Schon zu Beginn fand ich die weibliche Hauptdarstellerin naiv, gutgläubig und rückgratlos. Sie ist mir immer zu schnell eingeknickt, wenn Ian etwas von ihr verlangt hat. Der hingegen war mir von Anfang bis Ende äußerst unsympathisch, da zu herrisch, grob und gefühlskalt. Seine Vergangenheit bleibt auch nach der vermeintlichen Auflösung größtenteils im Dunkeln. Da hätte ich mir mehr erhofft.
Die Romanze, die er Titel verspricht habe ich den Beiden zu keiner Zeit abgenommen, ihre Beziehung wirkt erzwungen und zeigt meiner Ansicht nach ein Falsches Bild von Partnerschaft für die jugendliche Zielgruppe.
Der Schreibstil der Autorin war zwar recht einfach und flüssig, war mit fortschreitender Seitenzahl aber leider auch mit immer mehr Rechtschreibfehlern gespickt. Das hat meinen Lesefluss doch ganz schön stocken lassen.


Fazit: Unsympathische Protagonisten und kaum Emotionen machen das Buch für mich zu keinem Lesevergnügen. Cara und Ian bekommen von mir leider keine Leseempfehlung.

Bewertung:

Katie MacAlister: Ein Vampir kommt selten allein (Dark Ones 06)


Ein Leben in der Vorstadt mit Ehemann und Kindern? Für manche ein Albtraum, aber für Pia Thomason der Stoff ihrer Tagträume. Nun naht ihr vierzigster Geburtstag, und der Traummann ist immer noch nicht in Sicht. Pia entschließt sich zu einem radikalen Schritt: Sie bucht eine Single-Tour durch das romantische Europa. Leider sind die wenigen Männer, die an der Reise teilnehmen, nicht nach ihrem Geschmack. Im Gegensatz zu den beiden attraktiven Männern, denen Pia in einem isländischen Städtchen begegnet. Sie ahnt jedoch nicht, dass die mysteriösen Fremden in Wahrheit Vampire sind ...

Pia ist eine etwas molligere Frau aus Seattle, die ihr ganzes erspartes in die Single-Reise nach Europa investiert hat.
Sie steht mit beiden Beinen im Leben und läuft zum Glück auch nicht jedem männlichen Wesen nach, das ihr über den Weg läuft. Eine nervige Mitreisende bringt sie dazu, Alec und Kristoff anzusprechen, die ihrerseits auf der Suche nach jemandem sind…
Im Gegensatz zu „Vampire sind zum Küssen da“ hat mir dieser Band wieder sehr gut gefallen! Pia ist sympathisch, und auch der grimmige Kristoff hat seine charmanten Seiten. Einzig Alec bleibt etwas blass, aber das hat ja auch seine Gründe.
Gefreut hat mich auch der Gastauftritt einiger schon bekannter männlicher Protagonisten. Das ist jedes Mal wieder ein Gefühl wie alte Freunde treffen.

Der sechste Teil der Dark-Ones-Reihe hat mich wieder mit Spannung, einer interessanten Handlung und sympathischen Protagonisten überzeugt. Katie MacAlisters Schreibstil ist auch hier wieder gewohnt flüssig und schön flott zu lesen.


Fazit: Eins der besseren Bücher der Reihe für mich! Absolute Leseempfehlung von mir!

Reihenfolge:

Bewertung: