Mittwoch, 5. Oktober 2016

Cornelia Franke: Wär mein Leben ein Film, würde ich eine andere Rolle verlangen


Jess' große Leidenschaft sind Filme und seit dem Tod ihrer Mutter ist das Kino ihr zweites Zuhause. So scheint es ein Leichtes, für ein Schulprojekt einen Blog über ihr Lieblingsthema ins Leben zu rufen. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Und dann ist da auch noch Marvin, der plötzlich mehr von ihr will, als nur der hilfsbereite Freund zu sein. Langsam merkt Jess, dass sich das Leben durchaus nicht immer wie im Film abspielt .

Ich habe zwar ein wenig gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, aber nach drei oder vier Kapiteln hatte Cornelia Franke mich. Immer auf der Suche nach Anspielungen auf verschiedenste Filme, fliegt man irgendwann nur noch durch die Geschichte. Der Schreibstil der Autorin ist schön flüssig und jugendlich-leicht zu lesen.. Für mich hat sich die Spannung zwar erst nach und nach aufgebaut, aber ab der Hälfte dann so richtig durchgestartet.
Die Protagonisten sind ausnahmslos – bis auf die üblichen fiesen Gegenspielerinnen natürlich – sehr sympathisch, wunderbar nerdig und einfach nur süß! Die Emotionen haben sich teilweise auf eine echt rasante Achterbahnfahrt gewagt, was die Autorin aber auch prima beim Leser anzukommen gewusst hat.


Fazit: Eine schöne Jugend-Geschichte mit einer tollen Botschaft. Der für mich etwas zähe Einstieg kostet dem Buch einen Punkt, trotzdem gibt’s aber eine Leseempfehlung.

Bewertung:

Dienstag, 4. Oktober 2016

Kathy Reichs: Tote lügen nicht (Temperance Brennan 01)


Tempe Brennan ist forensische Anthropologin in Montreal. Skelette und verweste Körperteile gehören zu ihrem Alltag. Als die 23-jährige Isabelle missbraucht, erdrosselt und zerstückelt in Müllsäcken aufgefunden wird, erinnert sich Tempe an einen Fall ein Jahr zuvor. Sie versucht, die beiden Verbrechen mit drei weiteren Leichen in Verbindung zu bringen. Doch Detective Luc Claudel nimmt sie nicht ernst. Sie recherchiert auf eigene Faust und lenkt so die Wut des Serienkillers zunächst auf ihre Freundin Gabby, dann auf ihre Tochter Katy und schließlich auf sich selbst.

Forensikerin Temperance Brennan verbringt nach der Trennung von Mann Pete einige Zeit in Montreal, als dort grausig zerstückelte Leichen gefunden werden. Da Tempe die Fälle keine Ruhe lassen und sie Zusammenhänge zu erkennen glaubt, auf die die leitenden Ermittler noch nicht aufmerksam geworden sind, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln. Die Hauptdarstellerin ist hochintelligent und lässt den Leser auch gerne an ihrem reichhaltigen Wissen teilhaben, leider ist der schmale Grat zwischen ausreichend und zu viel Information manchmal doch leicht überschritten worden.
Brennans Kollegen der kanadischen Polizei sind unterschiedlich sympathisch, wobei auch der größte Miesepeter irgendwann erkennen muss, dass Tempe so einiges drauf hat.
Die beschriebenen Fälle sind gruselig und sicher nichts für zu zart besaitete Menschen, jedoch für mich als Thriller-Fan genau richtig.
Die mehrfache Bestellerautorin Kathy Reichs schreibt schön flüssig und in einem angenehm zu lesenden Stil, und wenn man die ersten hundert Seiten hinter sich hat, nimmt die Spannung auch ordentlich Fahrt auf.
Ich freu mich schon darauf, bei weiteren Fällen über Tempe Brennans Schulter schauen zu können und der zweite Teil der Reihe landet sicher schon bald auf meinem Bücherstapel.

Fazit: Ein gut gelungener Reihenauftakt, der Neugierig auf Tempe Brennans weitere Fälle macht. Von mir gibt’s für den ersten Fall der berühmten Knochenflüsterin schon mal eine Leseempfehlung.

Reihenfolge:
01.   Tote lügen nicht

02.   Knochenjob

Bewertung: